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Medien

Weil das eine Sommermärchen torkelt, ist ein anderes dringend notwendig - und siehe da, die Krise scheint plötzlich entfleucht, ein Sommermärchen der etwas anderen Art eingezogen zu sein. Ein Märchen, ein Job-Wunder sei es, weil Kurzarbeit nun vermehrt abgemeldet würde und bis Ende des Jahres etwa 100.000 Stellen entstehen könnten - nochmals: entstehen könnten! Das alleine reicht heute schon aus, um rhetorisch ein Wunder zu bemühen! Und weil sich die Konjunktur erhole - wobei das schon sehr hoffnungsfroh formuliert ist! -, obgleich ein Sparpaket anberaumt sei, bastelt man sich daraus eine griffige Losung für die nächsten Wochen: Keine Angst vorm Sparen! Wie man darauf kommt, dass die Menschen keine Furcht vor der sparsamen Zukunft haben, es wird stets schleierhaft bleiben - wie man überhaupt so dreist sein kann, aus belanglosen Notizen ein Sommermärchen zu fingieren, scheint noch viel rätselhafter. Die einzige Wahrheit zum Sommermärchen ist wohl: es ist ein Märchen - ist also wortwörtlich begutachtet, nicht mal erlogen. Weiterlesen …

re:publica 2009 in der Kalkscheune in BerlinFoto von Mark Max Henckel

Neue Medien ersetzen keine alten – sie verändern sie nur. Dies ist ein Lehrsatz der Medienwissenschaft. Die Einführung des Rundfunks hat die Zeitung verändert; vormals erschienen diese mehrmals am Tag. Das Internet als Nachrichtenmedium wirkt nun auf Rundfunk und Zeitung ein – die Konsequenzen sind spürbar. Doch welche Rolle spielen neben den Netzauftritten der etablierten Medien die Blogs und alternativen Projekte? Weiterlesen …

Die weltweite Wirtschaftskrise hat natürlich auch in der Berichterstattung der Medien eine große Rolle gespielt. Die Frage ist nur: Wie wurde sie im Vorfeld und dann nach ihrem Ausbruch 2007 den Lesern und Zuschauern vermittelt? Anhand einer stichprobenartigen Auswahl haben nun zwei Medienwissenschaftler für die Otto-Brenner-Stiftung der IG Metall eine kostenlos erhältliche und ausführliche Studie vorgelegt. Dabei interessierte die Autoren insbesondere, ob die Print- und TV-Medien umfassend und orientierend berichteten, und ob sie eine kritische Distanz zum Thema wahrten. Die Ergebnisse sind durchaus ernüchternd und werfen ein bezeichnendes Licht auf die deutsche Medienlandschaft. Weiterlesen …

Foto von splityarn, Flickr

Der Wandel der Medien ist in unserer Gesellschaft, in der die Verfügbarkeit und Vermittlung von Information einen so zentralen Stellenwert hat, eines der großen Themen unserer Zeit. Da jede Stellungnahme und Analyse einen Einfluss auf den Verlauf der Debatte hat und deren Teilnehmer in Wissenschaft und Medien meist mehr Akteur denn Beobachter sind, prägen Mythen und Projektionen den Diskurs. Im Vordergrund löst insbesondere die Digitalisierung Hoffnungen und Ängste aus, während eine durch beobachtende Distanz, also Kontemplation, geprägte Auseinandersetzung kaum ersichtlich ist. Weiterlesen …

Foto von cyberjausn

Das Online-Lexikon Wikipedia ist eine Erfolgsgeschichte des Internets. Es hat die Utopie eines freien Zugangs zu Wissen für alle in die Tat umgesetzt und etablierte Lexika an Umfang und Nutzerzahlen in den Schatten gestellt. Mit der aufkommenden überfälligen Debatte um Relevanz von Wissen wächst dem Projekt sein Erfolg über den Kopf und stellt seinen offenen und demokratischen Anspruch in Frage. Weiterlesen …

Piratenwagen auf der Freiheit-statt-Angst-Demo am 12.9.2009Fotos: Björn Kietzmann

Die »Piraten« sorgen neuerdings für Furore in der deutschen Parteienlandschaft. Erste Erfolge wie ihr Ergebnis bei der Wahl zum Europäischen Parlament, als sie aus dem Stand 0,9% der Stimmen errangen, oder der Übertritt des SPD-Bundestagsmitglieds Jörg Tauss sorgen nicht nur für ein breites Medienecho, sondern ließen auch die Mitgliederzahl seit Juli 2009 von etwa 1.000 auf über 8.000 explodieren. Es stellt sich daher die Frage, wofür diese Partei steht und wie es um ihre zukünftigen Perspektiven bestellt ist. Weiterlesen …

In massiver Weise wird in den letzten Jahren versucht, unabhängigen, kritischen Journalismus durch gekaufte Inhalte zu ersetzen. Je nach dem Ziel der Auftraggeber sind die Mittel dazu ganz unterschiedlich. Weiterlesen …