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Das hier wiederveröffentlichte Interview mit dem Kulturwissenschaftler,  Erinnerungsforscher und Kuratoren Harald Welzer erschien erstmalig 2009 im »Arbeitsbuch 18. Welten Wenden 8909« beim Verlag Theater der Zeit. Wie der Titel der Publikation leicht erahnen lässt, wohnt sie – gleich diesem Interview – der »Erinnerungsweltmeisterschaft« des vergangenen Jahres bei. Nicht um selbst bei ihr anzutreten oder sich in der allseitigen Jubiläumsduselei zu ergehen, sondern um diese in den Rang eines Gegenstandes zu erheben und von ihm zwecks eigener Reflexionen sich abzustoßen. Da aber diese von ihrem unmittelbarsten Anlass nicht abhängen, vielmehr über ihn hinaustragen, schien uns eine neuerliche Verfügbarmachung erlaubt. Weiterlesen …

Kundgebung für Baltasar Garzón und gegen StraflosigkeitFoto von Christian González García

Der wohl bekannteste Richter Spaniens steht nun selbst vor Gericht: Baltasar Garzón wird vorgeworfen, er habe bei seinen Ermittlungen zu Verbrechen des Franco-Regimes seine Kompetenzen überschritten und das Recht gebeugt. Besonders pikant dabei ist, dass als Nebenkläger eine Nachfolgeorganisation der Falange Española auftritt; also jener faschistischen Partei, die vor allem während des Spanischen Bürgerkriegs 1936-39 für zahlreiche Ermordungen und Entführungen verantwortlich war. Weiterlesen …

Am 13. März 1920 begann der Kapp-Lüttwitz-Putsch gegen die Weimarer Republik mit dem Marsch der Marinebrigade Ehrhardt auf Berlin. Jener Versuch rechter Kreise in Zusammenarbeit mit führenden Militärs, die Ergebnisse der Novemberrevolution rückgängig zu machen, erschütterte die junge Demokratie in ihren Grundfesten. Ein spontan organisierter Generalstreik mit 12 Millionen Beteiligten brachte ihn schon nach wenigen Tagen zum Scheitern. Aus diesem Anlass erschienen in einer ganzen Reihe von Zeitungen entsprechende Rückblicke. Hier soll untersucht werden, wie sie sich unterscheiden bzw. wodurch derartige historische Jubiläumspublizistik generell charakterisiert ist. Weiterlesen …

COP 15Bild von wwf france, Flickr

In der Reihe »Politik Aktuell« lud die Rosa Luxemburg Stiftung (RLS) in Berlin am 21. Januar 2010 zu einer Veranstaltung mit dem Titel: »Das war der Gipfel! Perspektiven nach dem Scheitern der Weltklimakonferenz von Kopenhagen«. Weiterlesen …

Das vieldiskutierte Problem des Klimawandels hat Harald Welzer unter einem neuen Gesichtspunkt betrachtet: nämlich »der Frage, wie Klima und Gewalt zusammenhängen.« Dabei identifiziert er in seinem Buch »Klimakriege. Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird« die Veränderungen des Klimas im globalen Maßstab als eine zunehmend wichtige und bisher weitgehend ignorierte Quelle von Konflikten. Um seine Thesen zu stützen, schildert er eine Fülle von aktuellen und historischen Beispielen. Weiterlesen …

Die Rasanz und die zu erwartenden fatalen Folgen des Klimawandels werden schon lange von keinem ernst zu nehmenden Wissenschaftler, von keiner ernst zu nehmenden Wissenschaftlerin mehr bestritten. Dass nun auch die herrschende Politik dies offiziell anerkennt und zugleich die einzig plausible Konsequenz aus dieser Anerkenntnis – ein bedingungsloses, sofortiges und grundlegendes Umlenken – verweigert, bedeutet nichts weniger als eine neue Qualität der Brutalisierung. Weiterlesen …

Foto von cyberjausn

Das Online-Lexikon Wikipedia ist eine Erfolgsgeschichte des Internets. Es hat die Utopie eines freien Zugangs zu Wissen für alle in die Tat umgesetzt und etablierte Lexika an Umfang und Nutzerzahlen in den Schatten gestellt. Mit der aufkommenden überfälligen Debatte um Relevanz von Wissen wächst dem Projekt sein Erfolg über den Kopf und stellt seinen offenen und demokratischen Anspruch in Frage. Weiterlesen …