Presseschau Beitrag

Ein Schritt vor dem Abgrund

Die Berlin-Krisen im Kalten Krieg

Reinhard Mutz wirft einen angenehm unaufgeregten Blick zurück auf die beiden großen Berlin-Krisen im Kalten Krieg 1948 und 1961. Dabei wird vor allem eines deutlich: Sowohl die Sowjetunion als auch die USA ließen zwar die bestehende latente Kriegsgefahr zu spektakulären Krisen eskalieren – vor der letzten Konsequenz schreckten sie aber dann jedesmal zurück. Vernunft und politisches Kalkül gewannen die Oberhand gegenüber den Scharfmachern auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs.

Kommentar

Natürlich lässt sich trefflich darüber streiten, ob die atomare Abschreckung nun die Welt sicherer machte oder nicht. Auch wenn die Geschichte ihren Befürwortern Recht zu geben scheint. Denn es hätte durchaus auch anders kommen können. Zumal das Etikett »Kalter Krieg« allzu leicht vergessen lässt, dass es immer wieder zu bewaffneten Konflikten kam: In Korea, Vietnam, in den zahlreichen anderen Stellvertreterkriegen Asiens, Afrikas und Lateinamerikas. Und diese Kriege waren nicht nur überaus blutig; sie haben fatale Folgen bis heute.

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