Im nigerianischen Jos ist es erneut zu schweren Unruhen mit hunderten von Toten gekommen. Im zentralnigerianischen Bundesstaat Plateau kristallisieren sich die inneren Konflikte des Landes. Religion wird zur Zuspitzung der Spannungen zwischen christlichen und muslimischen Bevölkerungsteilen genutzt. Den mehrheitlich muslimischen Hausa-Fulani werden als Zugezogene grundsätzliche Rechte verwehrt, während in den umliegenden Provinzen im vergangenen Jahrzent die Scharia eingeführt wurde, wie Marc Engelhard aus Jos zu berichten weiß. Der Spiegel betont die Unfähigkeit der Regierung, auf die Proteste zu reagieren. So habe laut Human Rights Watch die Polizei über 100 Menschen grundlos erschossen. Hintergrund ist der ungeklärte gesundheitliche Zustand des aus dem Norden stammenden Präsidenten, der sich für eine Herzoperation in Saudi-Arabien aufhält.
Verweise
| Religiöse Spannungen in Nigeria. Misstrauen, Schutt und Asche taz 8.2.2010 von Marc Engelhardt | |
| In die Brunnen fließt Blut statt Wasser taz 26.1.2010 von Marc Engelhardt | |
| Hetzen, jagen, töten Der Spiegel 22.1.2010 von Horand Knaup | |
| Zyklus der Gewalt. Religiöse Unruhen im Norden Nigerias Deutschlandfunk Eine Welt 20.2.2010 von Marc Dugge Audio 7 min |
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