Export statt Nachfrage
Die Stimmen, die die deutsche Wirtschaftspolitik kritisieren, werden in Europa und Amerika immer lauter. Eine aggressive Exportorientierung – basierend auf einer starken Lohnzurückhaltung seit der Deutschen Einheit – setze die europäischen Nachbarstaaten enorm unter Druck, insbesondere da sie in der Eurozone ihre Währungen nicht abwerten können. Die mangelnde deutsche Binnennachfrage und die hohe Sparquote der Verbraucher verursache Verwerfungen über die Eurozone hinaus. Ralf Streck sammelte auf Telepolis die Stimmen der Kritiker.
Dagegen setzt sich Robert Kurz im Freitag mit dem europapolitischen Ränkespiel der deutschen Bundesregierung auseinander. Dieses habe zu Ziel, Axel Weber zum Chef der europäischen Zentralbank zu machen.
Eine EZB-Präsidentschaft von Axel Weber würde demnach durch eine harte Exit-Strategie flankiert, die demnach den meisten anderen Euro-Staaten zur Last fiele.
Verweise
| Ist Deutschlands Sparsamkeit schuld an den Problemen? Telepolis 4.3.2010 von Ralf Streck | |
| Kein Meister der Krise Der Freitag 24.2.2010 von Robert Kurz | |
| Bloß nicht Axel Weber Financial Times Deutschland 1.3.2010 von Lucas Zeise | |
| Deutsche Wirtschaftspolitik gegen den Rest der Welt Blätter für deutsche und internationale Politik 5.7.2006 von Jörg Huffschmid |
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