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Eine missliebige, aber

schrieb MaWo am 4.3.2014 13:26 in: Alarmstufe Orange Ist eine zunehmende Eskalation in der Ukraine noch zu verhindern?

Eine missliebige, aber gewählte Regierung wird vor ordentlichen Wahlen »abgesetzt«.
Das ist so als würden in Hamburg Bewohner der »Roten Flora« den Senat absetzen und übernehmen.
Unbeschadet dessen haben Politiker aller Couleur nichts anderes zu tun als zu zündeln und die jeweiligen Interessen »ihrer« Gesinnungsrichtung als die Richtigen zu verkünden. Damit wird eine nationale Auseinandersetzung infolge Unbedarftheit der Politiker möglicherweise zu einer heißen Auseinandersetzung.
Das Volk, die Bürger der Ukraine sind in allen Varianten der Spielarten nicht involviert. In der heißen Phase trifft das sogar für sämtliche normalen Bürger zu, aber das hat und wird keinen politischen Mob von ihrem schäbigen Tun abhalten.

Zwar schon älter, dennoch

schrieb Kai am 20.2.2014 11:18 in: Merkozy und die Finanztransaktionssteuer Möglichkeiten und Probleme

Zwar schon älter, dennoch immer noch sehr informativ.

Logik

schrieb MaWo am 4.1.2014 10:26 in: Blue-Card-Desaster Warum meiden Fachkräfte Deutschland?

Das Thema zu »Fachkräfte« ist letztlich eine politische Entscheidung. Folglich muss »Vernunft« und »Logik« ausgeschaltet werden.

»Bleibt zu bemerken, dass der

schrieb Leonard am 30.12.2013 21:54 in: Forschung, Politikberatung, Agenda Setting Ein wirtschaftswissenschaftliches Ranking der FAZ

»Bleibt zu bemerken, dass der Keynesianismus ziemlich kompatibel mit dem Neoliberalismus ist, teilen sie doch beide den Glauben an den freien Markt.« - Das stimmt nicht. Die makroökonomische Kritik an der Neoklassik relativiert den Stellenwert der Märkte
zumindest sehr erheblich. Keynes war nicht marktgläubig, und zwar weder im Sinne der Altliberalen, noch der Ordoliberalen noch der Neoliberalen. Vgl. hierzu:

http://le-bohemien.net/2013/11/22/liberalismus-und-neoliberalismus/

Unterschiede

schrieb Gast am 17.9.2013 8:16 in: Al-Jazeera von innen Wie ein kritischer Sender sich wandelt

Damit wäre der arabische Sender da angekommen wo die Mehrheit der westlichen Sender bereits sind!

Sonderstellung der VWL

schrieb ernte23 am 8.9.2013 17:01 in: Forschung, Politikberatung, Agenda Setting Ein wirtschaftswissenschaftliches Ranking der FAZ

Die VWL hat in dem Zusammenhang aber eine Sonderstellung. Während Soziologen, Politikwissenschaftler und andere Gesellschaftswissenschaftler empirische Forschung, wie interessengeleitet sie auch sein mag, betreiben, hat sich die theoretische VWL in den 1930ern von ihrem empirischen Gegenstand verabschiedet. Sie ist seitdem zu einer mathematisch formalisierten generellen Optimierungstheorie mutiert, die von Gary Becker und seinen Schülern auch auf außerökonomische Bereiche ausgeweitet wurde, bekannt geworden unter dem Etikett des sog. Methodenimperialismus.

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Wissenschaftsbegriff

schrieb Axel Weipert am 6.9.2013 22:56 in: Forschung, Politikberatung, Agenda Setting Ein wirtschaftswissenschaftliches Ranking der FAZ

Letztlich stellen Sie ja die Frage nach dem Wissenschaftsbegriff: Was macht eine Wissenschaft aus, was unterscheidet sie von Ideologie oder politischer Tendenz? Ich würde sagen: Jede Gesellschaftswissenschaft (also Wirtschaftswissenschaften, Soziologie, Geschichte usw.) ist immer und gewissermaßen zwangsläufig politisch konnotiert. Was sollte denn auch eine »objektive« Gesellschaftswissenschaft sein? Es geht hier in letzter Instanz ja nie darum, irgendwelche Naturgesetze zu entdecken oder dergleichen. Es geht im Kern immer um die Frage: Wie wollen wir leben, wie entscheiden wir darüber und mit welchen Mitteln erreichen wir diese Ziele? Das sind aber hochgradig normative, interessengeleitete Fragen - und dementsprechend können sie per se nicht objektiv sein. Oder andersherum formuliert: Welche Interessen stehen hinter den jeweiligen Schulen, wem nützen deren Ansätze und konkreten Vorschläge wirklich? Der - in vielen Punkten sicher fragwürdige - Lenin hat es einmal so ausgedrückt: »Ist nicht sofort ersichtlich, welche politischen oder sozialen Gruppen, Kräfte oder Größen bestimmte Vorschläge, Maßnahmen usw. vertreten, sollte man stets die Frage stellen: Wem nützt es?« Es lohnt sich, darüber einmal nachzudenken!

Keynesianismus und Neoliberlismus

schrieb ernte23 am 6.9.2013 18:14 in: Forschung, Politikberatung, Agenda Setting Ein wirtschaftswissenschaftliches Ranking der FAZ

Bleibt zu bemerken, dass der Keynesianismus ziemlich kompatibel mit dem Neoliberalismus ist, teilen sie doch beide den Glauben an den freien Markt. Besonders klar tritt dieser Befund hervor, wenn man das Scheitern der letzten massiven Staatsinterventionsversuche ab Mitte der 1970er anspricht. Dann finden sich Keynesanbeter überraschend schnell auf neoliberaler Seite wieder und behaupten, dass die einsetzende Stagflation Folge eines externen Schocks (Ölpreis) gewesen sei, wogegen nur angebotsorientierte Wirtschaftspolitik geholfen hätte.

Da fragt man sich verzweifelt: Ja was denn nun? Anscheinend gilt für beide Lager in letzter Instanz: der Markt hat immer recht. Am wichtigsten wäre es wohl, den Umstand zu unterstreichen, dass die BWL und VWL »Lehren« sind und eben keine Wissenschaften im engeren Sinn, und so quasi zur Ausbildung von Fans des Bestehenden beitragen.

Offene Fragen

schrieb Leo Bronstein am 29.8.2013 10:06 in: Schmutzige Tricks vor Damaszener Kulisse Wer steckt hinter dem Giftgaseinsatz in Damaskus?

Die Geschichte mit der Al-Nusra-Front kannte ich noch nicht, das wurde ja interessanterweise in den Medien auch kaum thematisiert. Aber davon einmal abgesehen: Selbst wenn es tatsächlich die Regierungstruppen waren, die das Giftgas eingesetzt haben (was ja, wie der Artikel gut belegt, alles andere als sicher ist) - warum muss ausgerechnet das zu einer westlichen Intervention führen? Sicher ist ein Giftgaseinsatz ein verdammt übles Mittel. Aber bislang sind im syrischen Bürgerkrieg nach UNO-Angaben um die 100.000 Menschen gestorben, die allermeisten also durch konventionelle Waffen. Zählen diese Toten weniger? Ist das Leid von deren Angehörigen geringer? Das soll keine Aufforderung zum Eingreifen sein, nur muss die Frage erlaubt sein, warum gerade der Giftgaseinsatz jetzt der Grund für das Eingreifen sein muss. Ich denke, es spricht jedenfalls einiges dafür, dass dieser Vorfall nur ein Vorwand ist, um dem Bürgerkrieg doch noch eine Wende zu geben, bevor Assads Truppen Fakten geschaffen haben. Und das unabhängig davon, wer nun letztlich den Befehl zum Giftgaseinsatz gegeben hat.

Giftgas

schrieb Gast am 27.8.2013 10:11 in: Schmutzige Tricks vor Damaszener Kulisse Wer steckt hinter dem Giftgaseinsatz in Damaskus?

Giftgas einzusetzen ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Hierin dürften sich wohl alle einig sein.
Nur die Reaktionen des Westens sind merkwürdig:
Giftgaseisatz, egal von welcher Seite, führt zu Sanktionen gegen die Regierung?!
Warum nicht gegen die Rebellen?
Dann noch gegen welche der Rebellenstrukturen?
War die Irakpropaganda, mit Krieg als Folge, zum blosstellen der vorsätzlich gelogenen westlichen »Beweise« immer noch nicht Beschädigung genug?